(3)1. Oststeiermark-Radjugendtour 2016



Tagesbericht der letzten Etappe


Der Tagesbericht der letzten Etappe folgt noch!





Tagesbericht von der 3. Etappe, brutale Königsetappe! Über 70 km mit über 1200 HM.  


Wiederum die erwartete solide Superleistung von Robin Ender mit dem 14. Etappenrang mit lediglich 10 Sek. Rückstand auf den Sieger. Verbesserung im Gesamtklassement in die Top 20. Nur 2 Minuten hinter dem Leader. Robin ist der geborene Etappenfahrer,(noch) nicht der Siegertyp sondern ein Fahrer der optimale Leistungen bringen kann. Für ihn ist die Rundfahrt zu kurz. Auch nach 3 Tagen noch keine Müdigkeit CHAPEAUX Robin!


Loben muss man aber auch die Fahrer Jolidon, Kuhnen und Hofer. Yves war bei der letzten Bergpreiswertung Kat. 1 noch dabei. Er verlor nur wenige Meter. Kämpfte in der Abfahrt Kilometerlang um den Anschluss. Er sah immer den Schluss des Feldes und schaffte als Leichtgewicht einfach den Anschluss nicht mehr. Bei seinem verzweifeltem Unterfangen schlossen dann Manuel und Nicola zu ihm auf. Im Wind kämpften die drei unermüdlich und spannten wie die Profis zusammen. Sie kamen, wie am morgen bei der Teamsitzung abgemacht (sollte sich eine solche Situation ergeben), zusammen mit lediglich 3:45 min Rückstand ins Ziel. Die taktische Vorgabe Perfekt umgesetzt. "Zäme stah! Zäme zue schlah!"Einfach schön wenn sich so junge Fahrer verstehen und die Vorgabe so umsetzen. Andreas Müller und Felix Stehli machten es ihnen gleich, allerdings im Gruppetto. Sie waren sehr früh im Hänger und verloren eine 1/4 Stunde. Die Strapazen der letzten Tage waren brutal spürbar. Aber das Durchhalten, Leiden und Kämpfen verdient grosse Anerkennung.

Morgen ist schon die letzte Etappe. Hoffen wir auf Wetterglück und geben einfach alles.




Hofer und Ender geben sich die Ehre!


Die erste Frage geht an Robin. Du bist in der Schweiz Führender im Gesamtklassement, erwartungsgemäss bestplatzierter Fahrer unserers Teams. Auch konntest du schon letztes Jahr Erfahrungen bei der Radjugendtour sammeln. Was können wir in den 2 verbleibenden Etappen noch erwarten?

Robin: Ich werde in den letzten 2 Etappen nochmals Alles geben und versuchen der Führungsposition gerecht zu werden.


Manuel, auch für dich ist es schon die 2. Radjugendtour. Was hat sich für dich zu der letzjährigen Tour geändert?

Manuel: Die Etappen wurden deutlich schwieriger, auch die Tatsache, dass es keine Rundstrecken mehr sind und die Zielankünfte sehr steil sind, haben die Rundfahrt anspruchsvoller gemacht.


Wie seit ihr eigentlich zum Radsport gekommen?

Robin: Das Kreuzband ist schuld, welches ich mir beim Skifahren gerissen habe. Damals war ich 8 Jahre alt. Danach bin ich mit meinem Vater eine Woche nach Mallorca zum Velofahren, da ich immer in Bewegung sein muss. Das hat mir dann super gefallen.

Manuel: Eigentlich kletterte ich sehr gerne, das aber logistisch schwierig war, weil die Kletterhalle weit weg war. Velofahren fand ich auch super, so habe ich mich für das Velofahren entschieden.


Radsport ist auf dem Leistungsniveau, so wie ihr ihn betreibt, sehr zeitintensiv. Bleibt da noch Zeit für andere Hobbys?

Robin: Nicht viel, aber für Kollegen bleibt schon noch Zeit.

Manuel: Auch nicht so viel, da ich noch eine Lehre als Zimmermann mache. Das Wochende gehört dann meiner Familie.


Wo seht ihr euch im Radsport in 5 Jahren?

Robin: Mein Traum wäre sicher einmal mit Velofahren Geld zu verdienen, aber das muss sicher nicht schon in 5 Jahren sein.

Manuel: Vielleicht das letzte gute Amateurjahr in dem ich genügend Punkte für die Elite schaffe.


Nach dem Rennen erhole ich mich am besten...

Robin: ... mit einem Proteinshake und Schlafen.

Manuel: ... mit 1/2 Stunde ausfahren und warm Duschen.

 



Tagesbericht 2. Etappe

 

Etappe 2, (c) Klaus Titzer - www.derfotograf.at

Die 2. Etappe kann man in allen Belangen als wechselhaft bezeichnen. Das Wetter beim Start Sonneschein, während dem Rennen sinnflutartiger Regen. Eine Temperatur von gestern 32°C und heute 16°C. Gestern wuchsen die Bäume für Hofer/ Kuhnen fast in den Himmel und heute für Jolidon/ Stehli. Ein wecheselhaftes Auf und Ab prägte die 2. Etappe. Unserer Fahrer fuhren im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr gut. Robin bewies heute einmal mehr, dass er sich zu den 30 besten Fahrer im 120 Köpfigen Feld zählen darf. Was ihm noch fehlt ist die Aggressivität die es international braucht. Manuel Hofer und Yves Kuhnen büssten für den Kraftakt der ersten Etappe und fielen ca. 15 km vor den Ziel entscheidend zurück. Andreas Müller folgte ihnen 5 km später. Müller konnte nach einer waghalsigen Fahrt in der Autokolonne wieder zu einer Gruppe aufschliessen. Nicola Jolidon und Felix Stehli beendeten das Rennen im 2. Feld.

Robin kämpfte im Hauptfeld mit den Besten und wurde 22. Für alle war die Etappe ein Lehrplatz, auch im Bereich Mannschaftstaktik. Müller musste für Ender arbeiten. Hofer für Jollidon und Kuhnen für Stehli.


Wenn man die Resultate anschaut, setzten sie die gestellten Aufgaben hervoragend um.

Ender vor Müller. Jollidon vor Hofer und Stehli vor Kuhnen.

Die Helfer waren ca 10-15 km vor dem Ziel etwas "platt".

Der Kapitän des Teams fuhr jedoch vorne mit.





Ein Gespräch nach dem grossem Regen mit Felix Stehli und Nicola Jolidon


Gestern war es sehr heiss, heute sinnflutartiger Regen, Blitz und Donner. Welches war denn für euch der schlimmere Tag?

Nicola: Ganz klar der gestrige, heisse Tag.

Felix: Für mich war auch Gestern der schlimmere Tag, weil es einfach keine Abkühlung gab.


Wie lange ist der Radsport schon euer Hobby?

Nicola: Seit letztem Jahr. Zuvor habe ich 4 Jahre Tennis gespielt.

Felix: Seit eineinhalb Jahren fahre ich lizenziert Velorennen, zuvor bin ich aber auch schon sehr viel Velo gefahren, sowie zwei Jahre Skirennen.


Was gefällt euch besonders am Radsport oder besser gefragt, welche Faszination übt der Radsport auf euch aus?

Nicola: Mich faszieniert die allmähliche Steigerung und Verbesserung der Leistung.

Felix: Man sieht sehr viel von der Geographie der Landschaft, man kommt herum in der Welt ;-)


Mit welchem Velofahrer würdet ihr gerne mal eine Trainingsausfahrt machen und warum?

Nicola: Chris Froome, weil er sehr gut die Berge hoch fahren kann.

Felix: Nino Schurter, weil er sehr gut seine Kraft auf die Pedale bringt.


Ein Motto für die letzten 2 Etappen?

Nicola:Durchkommen!

Felix: Kopf ausschalten und Vollgas.



Auf eine Melange mit Andreas Müller

 

Mit Patrick als erster Schweizer Gesamtsieger der Radjugendtour vor einigen Jahren und Reto als frischgebackener Weltmeister auf der Bahn haben deine älteren Brüder schon sehr viel erreicht. Setzt dich das eigentlich unter Druck oder beflügelt dich die "hausinterne" Konkurenz?

Ein wenig Druck ist vielleicht schon da, aber die Vorteile  überwiegen, da ich viel aus ihrer Erfahrung  lernen kann.


Hast du dich speziell auf die Radjugendtour vorbereitet und konnten deine Brüder dir einige Tipps mit auf den Weg geben?

Ich habe die Trainingsintensität erhöht und habe längere Trainingseinheiten in meine Vorbereitung eingebaut. Klar konnten mir meine Brüder Tipps geben, wie man sich zB. in einem so grossen Feld verhalten muss. So konnte ich objektiv meine Leistung besser einschätzen.


Mit welchem Velofahrer würdest du gerne mal eine Trainingsausfahrt machen und warum?

Bradley Wiggins, eins meiner grossen Vorbilder, weil ich den Werdegang von ihm sehr interessant finde. Von der Bahn kommend hat er den Sprung auf die Strasse erfolgreich umgesetzt....und wieder zurück!


Wie sieht dein Motto für die folgenden Tage aus?

ÜBERLEBEN;-) Möglichst viel für die anderen Teamkollegen arbeiten und nicht stürzen, weil hier viel aggressiver gefahren wird als in der Schweiz.



Tagesbericht 1. Etappe

 

Turbulente erste Etappe!

Dank dem letztjährigem Sieg von Till Steiger durfte Andreas Müller das Leadertrikot in der 1. Etappe "spazieren Fahren". Es war abzusehen, dass es unmöglich war dieses Trikot zu verteidigen. Wir versuchten bei den Zwischensprints Robin so zu platzieren, um einige Sekunden Zeitgutschriften zu ergattern. Dieses Vorhaben misslang! Andreas verausgabte sich so sehr beim Veruch Robin in eine günstige Position zu bringen, dass es ihn bei einem Anstieg von 12 % völlig hinstellte, mit dabei auch Felix Stehli. Fazit: Aus der Traum!

Seit Jahren wurde nicht mehr so eine schwere Etappe präsentiert. Um so erstaunlicher, dass Nicola Jollidon recht lange mithielt. Er wehrte sich grossartig gegen das hinausschrauben aus dem Feld. Eine ganze Weile versuchte er in der Wagenkolonne zu bleiben, doch irgendwann war es auch für ihn zuviel. Er zeigte eine ausgezeichnete und  unerwartet Leistung.

Gerade sensationell drauf waren Yves Kuhen und Manuel Hofer. Sie fuhren mit relativ kleinen Rückständen auf der brutalen Schlusssteigung völlig erschöpft ins Ziel!

Etwas weiter vorne überquerte Robin Ender den Zielstrich. Wer weiss, hätte er nicht ein Problem mit dem Wechsler gehabt, wäre er wahrscheinlich in der Lage gewesen unter die ersten 10 zu fahren.


Wir freuen uns auf die heutige 2. Etappe die in Fürstenfeld gestartet wird.

Schauen wir mal!

 

Viele Grüsse vom Betreuerteam!










Ein paar Fragen an Yves Kuhnen vor der Radjugendtour....


Zu beginn starten wir gleich mit zwei Fragen!

Wie gross war eigentlich deine Enttäuschung, nach deiner Nichtnominierung für die Radjugendtour 2015 und welche Konsequenzen ergaben sich daraus für dich?

Dass ich für die Tour 2015 nicht Nominiert wurde habe ich mir selbst eingebrockt und deshalb war die Enttäuschung nicht extrem. Denn ich ging eine Woche vor der Rundfahrt mit meinen Eltern in die Ferien und dies wäre keine gute Vorbereitung gewesen. In diesem Sinne habe ich nur eine Konsequenz daraus gezogen: keine Ferien vor der Rundfahrt planen!


Wo liegen deine Stärken, wo siehst Du evtl. Defizite betreffend der 4 tätigen Rundfahrt?

Eigentlich liegen meine Stärken am Berg, jedoch lief dies in letzter Zeit nicht so gut. Also muss ich an der Tour erforschen, was mir in diesen vier Tagen locker geht.

Mein Defizit wird wahrscheinlich die Länge der Etappen sein und das Tempo mit dem sie gefahren werden. Jedoch beisse ich mich so lange durch wie es geht.


Mit welchem Radsportler würdest Du gerne mal eine Trainingsausfahrt unternehmen und warum?

Mir fällt gerade niemand ein. Ich bin mit meinen Teamkameraden sehr zufrieden!;)


Was machst Du, wenn Du mal trainingsfrei hast?

Ich lagere meine Beine hoch, ruhe aus und surfe im Internet.


Auf welchen Erfolg bist Du besonders stolz?

Auf meine beiden 2. Plätze! Aber eigentlich bin ich auf alle meine

Leistungen stolz wenn ich ein gutes Gefühl nach dem Rennen habe.


Mit welchem Motto möchtest Du die Radjugendtour angehen?

Start, Sprint, Sieg!


Welche Ziele hast Du noch, nach dem Ende der Rundfahrt für diese Saison?

Da die Strassensaison nach der Tour eigentlich vorbei ist, werde ich mich auf die Quersaison konzentrieren.


Vielen Dank für deine Antworten und gute Tour!


Die diesjährige (3)1. Auflage der Radjugendtour 2016 findet im Südosten Österreichs, in der Oststeiermark statt. Die einzelnen Etappen werden in der Region rund um Bad Waltersdorf stattfinden. Bad Waltersdorf ist ein Welness- und Kurzentrum unweit des allseits bekannten Bad Tatzmannsdorf, wo ja die Radjugendtour in den vergangenen Jahren immer Station machte.

Die diesjährige Auflage der Radjugendtour wird durch den Österreichischen Radsport Verband organisiert.

Der bewährte Organistionschef der vergangenen Auflagen, Präs. Edmund Berlakovich, wird aber weiterhin dem neuen OK mit seiner wertvollen Hilfe zu Verfügung stehen.

Die Anreise erfolgt am Mittwoch 03.08., die Rückreise am 08.08. via Salzburg.

Reiseprogramm und Informationen wurden an die Fahrer und Betreuer versendet.


Fahrer Kategorie U 17:

Kuhnen Yves SUI 2000 04 03

Hofer Manuel SUI 2000 01 04

Müller Andreas SUI 2000 05 24

Jolidon Nicolas SUI 2000 05 20

Ender Robin SUI 2000 07 06

Stehli Felix SUI 20001018


Betreuer:

Hans Temperli, Sportlicher Leiter (Organisation)

Philipp Schmidlin, Sportlicher Leiter (Rennen)

Markus Denzler, Masseur / Pfleger

Stefan Meinzer, Betreuer / Chauffeur






Zwei spannende Videos aus dem Begleitauto des RV Uster aus dem Jahr 2016:

 












Man achte auf die optimale Position von Yves auf dem Rennrad, und dies bei diesen schlechten Wetterbedingungen.











Zwar aus dem Jahr 2015, aber ebenso spannend, ein Zusammenschnitt aus einer auf dem Dach unseres Autos montierten Kamera. Die Strassen sind natürlich grösstenteils gesperrt!